Sammeln für Kriegsgräber

Mit dem Volkstrauertag beginnt traditionell die Spendenaktion für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Im Grönegau sammeln seit Jahrzehnten die Ratsschüler. Bis Anfang Dezember gehen sie von Haus zu Haus und wurden zuvor im Geschichtsunterricht auf das Projekt vorbereitet.

Sie können den Meller Bürgern auch Auskunft darüber geben, wie der Volksbund das Geld einsetzt. Im Unterricht haben sie sich mit Beispielen der weltweiten Erinnerungskultur beschäftigt. Erst im Oktober wurden in einer polnischen Stadt, die früher Neumark hieß, 292 Kriegsopfer in einer Feierstunde zur letzten Ruhe gebettet. Ein paar Tage später konnte der Volksbund in Flandern eine Begräbnisstätte mit Opfern des Ersten Weltkriegs wiedereinweihen.

Die Sammlung gehört an der Ratsschule innerhalb des Fachbereichs Geschichte zum Langzeitprojekt „Gegen das Vergessen“. In diesem Jahr beteiligen sich Schüler der Klassen 9a und 10a aus dem Realschulzweig. Auf Wunsch verschickt der Volksbund auch Spendenbescheinigungen.

Die Ratsschule ist die einzige Schule im Gebiet der Stadt Melle, die für den Volksbund sammelt. In diesem Jahr sind die Schüler in den Stadtteilen Gesmold, Westerhausen, Oldendorf und Melle mit der Spendendose unterwegs.