Ratsschüler sammeln für Kriegsgräber

Geschichtslehrer Philip Cummins hat die Ratsschüler im Unterricht auf die Sammlung vorbereitet. So können Marie Wagner, Henning Hollmann, Djelza Avdyli und Daniel Koch (v.l.) an den Meller Haustüren Auskunft geben, wofür der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Spenden verwendet. Sie sammeln mit Schülern der Klassen 8b, 10a und 10b.

„Der Einsatz für die Kriegsgräberfürsorge hat an der Ratsschule eine lange Tradition“, sagt Cummins, „unsere Schüler sind im November und Dezember unterwegs in Melle, Gesmold, Eicken, Buer, Oldendorf und Westerhausen“. Die Ratsschule ist die einzige Schule in der Stadt Melle, die für den Volksbund sammelt.

Noch immer würden neue Gedenkstätten entstehen, so Cummins. „Erst seit dem Zerfall des Warschauer Paktes ist es dem Volksbund möglich, im früheren Ostblock solche Friedhöfe anzulegen.“

Insgesamt 2,6 Millionen deutsche Kriegstote ruhen als Gefallene beider Weltkriege in „fremder Erde“. Der Volksbund registriert alle Gräber und gibt auf Anfrage Auskünfte an Hinterbliebene über die Lage. Anfragen sind per Brief oder online üblich.

Cummins selbst hat mit Ratsschülern schon Kriegsgräberstätten besucht und dort Gräber gepflegt. „Wir waren in Ysselsteyn/Niederlande. Beim Anblick des riesigen Feldes mit unzähligen Kreuzen haben unsere Schüler die Schrecken des Krieges erfasst.