Volkstrauertag mit Spendenaufruf

Bei der zentralen Meller Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag hat Timon Kuhlmann (R10a) zu Spenden für die Kriegsgräberfürsorge aufgerufen. Weiter berichtete Timon vor etwa 150 Besuchern im Heldenhain des Grönenbergparks über das Projekt „Gegen das Vergessen“ der Ratsschule.

Die Landtagsabgeordnete und Meller Ortsbürgermeisterin Gerda Hövel (CDU) hatte schon vor einem Jahr die Feierstunde modernisiert. Zum neuen Konzept gehört, dass gesellschaftliche Gruppen wie Vereine, Verbände oder Schulen das Gedenken gestalten.

Vor einem Jahr hatten Ratsschüler durch die zentrale Meller Veranstaltung geführt. Jetzt berichteten Schüler des Gymnasiums eindrucksvoll von einer Reise nach Belgien und wie sie die Gedenkkultur im Nachbarland erlebten.

Fester Bestandteil ist der Spendenaufruf durch Ratsschüler, die im November und Dezember traditionell für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sammeln.

„Ich bin gespannt auf die Wochen der Besuche an den Haustüren“, erklärte Timon Kuhlmann, „für mich ist es das erste Mal. Schüler, die schon in den letzten Jahren dabei waren, haben uns berichtet: Die meisten Meller Bürger spenden gerne und finden anerkennende Worte für die Sammler“, so Timon, „ältere Damen erzählen vom Verlust ihrer Ehemänner im Krieg“.

In einem Exkurs erklärte Timon Kuhlmann den Besuchern im Grönenbergpark seine Eindrücke von der Projektfahrt mit Schülern der 9. und 10. Klassen nach Krakau mit Besuchen im Schindler-Museum („Schindlers Liste“) und der Gedenkstätte Auschwitz.

„Am Ende des Rundgangs in Auschwitz kamen wir an den gesprengten Gaskammern an. Dort hatte sich eine Jugendgruppe aus Israel versammelt, die waren kaum älter als wir. Sie alle trugen eine israelische Flagge mit dem Davidsstern auf dem Rücken. Die Jugendlichen sprachen ein Gebet auf Hebräisch – und sagen die israelische Nationalhymne. Das war wohl der emotionalste Moment unserer Tage in Polen. Wir 30 Ratsschüler konnten uns vor Rührung plötzlich nicht einmal mehr bewegen.“

Die BürgerStiftung der Kreissparkasse hatte die Projektfahrt unterstützt.