Ran an den Computer! - für Senioren

Ein Hinweis im Meller Kreisblatt hat genügt, damit der Kurs „Schüler schulen Senioren am PC“ fast ausgebucht war. Zwölf Senioren wurden über einen Monat von 13 Ratsschülern des WPK Informatik fortgebildet. Kursleiter Michael Jäkel betreute das Projekt nun schon zum vierten Mal. Jäkel hat den Kurs für die Ratsschule konzipiert. Bei Übergabe der Teilnehmerurkunden am „Tag der offenen Tür“ dankte er besonders der Kreissparkasse Melle und deren Vertreterin Astrid Boskamp sowie der Landesinitiative „n-21: Schulen in Niedersachsen online“. Schulleiter Jansen lobte, dass sich hier zwei Generationen gegenseitig begeistert haben. „Lernen ist ein lebenslanger Prozess“, so Jansen. David Barkmeyer (R9c) berichtet.

 

Für Dora Walter ist es schon die zweite Kursteilnahme. Vor einem Jahr hatte sie in der Vorbesprechung eine Idee: Jeder Teilnehmer könne doch sein Notebook von daheim mitbringen. Nun saß ein Dutzend Senioren mit eigenen Rechnern in der Ratsschule. Der Vorteil: Die Schüler konnten am System entscheidende Einstellungen ändern. „Damals hat mir Fabian Vogel wichtige Programme aufgespielt“, schwärmt Dora Walter. „Beim ersten Termin war ich ganz schön nervös und hatte hohen Blutdruck“, erzählt sie, „mit Herrn Jäkel habe ich darüber noch gelacht“.

Inzwischen besitzt die 79-Jährige sogar ein Tablet. Dora Walter hat es von ihren Kindern zum Weihnachtsfest bekommen. Einziges Problem für war: Beide Endgeräte waren mit unterschiedlichen Mailadressen eingerichtet. In der Ratsschule konnte sie das mit Hilfe der Schüler und Kursleiter Jäkel ändern.

Bei den vier Treffen im Frühjahr 2015 hat sie Luke Lemke aus der R9c betreut. Wichtig war ihr, dass Luke nur Hinweise gibt. Die Computermaus wolle sie schon selbst bewegen. „Ich möchte auch nur ein Thema lernen, das aber richtig“, sagt Dora Walter. Am Ende des Kurses konnte sie dank Lukes Hilfe Einladungen am PC erstellen.

Als Dora Walter so alt war wie Luke, musste sie Aufgaben ohne technische Hilfsmittel lösen. Ohne PC, ohne Taschenrechner und ohne iPhone. „Ich habe immer alles mit dem Kopf gerechnet. Das sitzt heute noch. Beim Rechnen macht mir so schnell keiner was vor.“

Sie bedauerte nur, dass bei der Urkundenübergabe am „Tag der offenen Tür“ kein Raum für Gespräche der Kursteilnehmer untereinander frei war. „Vor einem Jahr konnten wir noch klönen“, meint Walter, „ich kannte da noch eine Seniorin von ganz früher. Wir haben dann Mailadressen ausgetauscht, um uns bei Fragen rund um den PC gegenseitig zu helfen“. Es blieb den Senioren jedoch genug Zeit, um sich bei den Schülern mit einem Präsent zu bedanken. Und Dora Walter kann sich gut vorstellen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

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