Die Erinnerung wachhalten: Ratsschüler in der Gedenkstätte Buchenwald

 
 
Mit einem wunderschönen Sonnenaufgang, Ausblicken auf tolle Landschaften und guten Gesprächen startete der Jahrgang neun an einem frühen Freitagmorgen nach Buchenwald, um die dortige Gedenkstätte zu besuchen. Als wir dort ankamen, waren wir von der Größe des Geländes sehr beeindruckt, weshalb wir uns erst einmal orientieren mussten. Direkt am Eingang unser Geschichtslehrer Jürgen Höcker uns auf die große Turmuhr hin, welche immer auf  Viertel nach drei gestellt sei. "Das war die Zeit, um die das Konzentrationslager befreit wurde." Im Anschluss gaben unsere Referendarin Elif Tugce Güngör und er uns weitere spannende Informationen zur Geschichte des Konzentrationslagers und zur Gedenkstätte. Anschließend durften wir den Vorhof betreten und uns einen ersten Eindruck verschaffen. Leider gab es nur noch eine vollständige Baracke zu sehen, von allen anderen sind nur noch Grundrisse vorhanden. Das Krematorium durften wir aufgrund der Pandemie nicht von innen besichtigen, was uns einen noch besseren Einblick erlaubt hätte. Nach der Besichtigung des Häftlings-Krankenhauses haben wir das Hauptgebäude aufgesucht, dies war wie ein Museum aufgebaut und erstreckte sich über zwei Stockwerke. In dem Museum waren viele originale Gegenstände aus dem 2. Weltkrieg, wie zum Beispiel Häftlingskleidung, Zeitungsartikel, Geschirr, ehemalig streng vertrauliche Dokumente und persönliche Tagebucheinträge ausgestellt. Außerdem haben wir einige NS Fundstücke gesehen, wie zum Beispiel eine Originale NS-Flagge, alte Straßenschilder oder alte Plakate. Der Austausch zwischen SchülerInnen und LehrerInnen über diese Gegenstände war sehr interessant.
 
Im Anschluss an die Besichtigung des KZ ging es mit dem Bus in die thüringische Landeshauptstadt Erfurt. Nach den vielen bedrückenden Informationen am Vormittag tat es gut, dort auch wieder auf andere Gedanken zu kommen. In Kleingruppen erkundeten wir die Stadt. Einige fanden dort die Heimat von "Bernd, das Brot"! Mehr Kontrast ging nicht... Später brachen wir wieder auf nach Melle. Da die Busfahrt sehr lang war, verschönerten wir uns die Zeit mit kleinen Spielchen, schauten Filme, unterhielten uns oder diskutierten alltagsrelevante Themen. Es ist so schön, mal wieder gemeinsam unterwegs sein zu können!
Insgesamt war der Gedenkstättenbesuch in Kombination mit dem Stadtbesuch eine schöne Erfahrung, aus der wir vieles mitnehmen konnten.
Er hat uns einen viel besseren Zugang und ein besseres Verständnis des Holocaust und des 2. Weltkrieg gegeben.