„Schade, schade – schnief, schnief“

Zum Abschied gab es keine Lobhudeleien, sondern ehrliche Worte der Anerkennung. Vier Lehrer verlassen die Ratsschule. Einer geht in den Ruhestand, ein anderer wechselt zur Landesschulbehörde und zwei ließen sich heimatnah versetzen. Mehr über die Gründe, das Grillbuffet und einen Überraschungsgast.

 

Den Verkehrsstau vor Schulbeginn wird es für Ina Rolf und Seval Aydurmus künftig nicht mehr geben. Beide werden ab August wohl mit dem Fahrrad zur neuen Dienststelle fahren. Rolf, die Osnabrückerin, wechselt zur Thomas-Morus-Oberschule. Aydurmus zieht es heim nach Nordrhein-Westfalen an die Goethe-Realschule in Löhne. Nun hat sie die gleichen Ferientermine wie ihre Kinder. An die Landesschulbehörde wechselt Philip Cummins. Er arbeitet dort im Bereich der Personalentwicklung.

Im Mittelpunkt des Farewells stand Jochen Grützmacher. Er wurde ebenfalls versetzt – allerdings in den Ruhestand. Grützmacher gehörte über 20 Jahre dem Kollegium der früheren Heinrich-Böll-Schule an, bevor er für die letzten Jahre seiner Dienstzeit an die Ratsschule wechselte. So hielt nicht ein Mitglied der Schulleitung der Ratsschule die Abschiedsrede auf den verdienten Pädagogen. Das erledigte einer, der Grützmacher wesentlich besser kennt: der ehemalige Böll-Leiter Udo Schwarz. Der wartete mit einer imponierenden Pensionärsbräune auf - jedenfalls dort, wo bei Schwarz die Sonnenstrahlen so durchkommen. Zuvor ließ Überraschungsgast Schwarz nebenbei die letzte Dienstbesprechung des Schuljahres über sich ergehen und seine inhaltliche Zustimmung hier und da durch Einstimmung in das allgemeine Klopfen anmerken. Passend zur Europameisterschaft setzte er in seiner launigen Rede auf Grützmacher Vokabeln aus der Welt des Fußballs ein.

Dass Grützmacher trotz der langen Anfahrt aus Georgsmarienhütte so lange an der Meller Schule blieb, charakterisierte Schwarz mit „Vereinstreue“, die fachliche Kompetenz war ein „mathematisches Dreiecksspiel“. Weiter habe Grützmacher bei „unübersichtlichen Spielzügen den Ball flach gehalten“, glänzte Schwarz. Grützmacher habe auch „dem Spielerrat angehört. Deine Stimme wurde hörbar und man wusste immer, ob Du im Angriff oder der Verteidigung spielst“.

Auch für Aydurmus, Rolf und Cummins gab es lobende Worte für außergewöhnlichen Einsatz und Präsente aus dem Kollegium. Sei es vom Personalrat, der Fachbereichsleitung, der Tischgruppe oder vom Schulleiter. Cummins hörte sogar ein englisches Gedicht von den Kollegen der Fachschaft für Englisch. Ina Rolfs Sitznachbarn („Die Uschis“) sangen ein Lied mit Gitarrenbegleitung: „Ina, die geht. Schade, schade - schnief, schnief.“

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