Englischlernen in „Old Trafford“

 

Die Ratsschule hat eine Partnerschule in Manchester.

Wir blicken auf den Besuch in Großbritannien zurück.

 

Für Lehrer Philip Cummins war es eine Rückkehr in seine Heimat, die 50 Ratsschüler empfanden den England-Austausch als Reise in eine neue Welt. Sie erlebten Unterricht an der neuen Partnerschule in Manchester, machten Ausflüge nach Liverpool, London und an die Irische See vor Wales.

Die Ansage von Cummins war deutlich: „English please!“ In den Gastfamilien mussten die Meller Englisch sprechen und auch in der Freizeit sollten sie das Gelernte anwenden. Deutsch war nur auf dem Pausenhof der „Parrs Wood High School“ bevorzugt, denn auch deren Schüler sollten vom Austausch profitieren.

Durch persönliche Kontakte hatte es mit der renommierten Schule im südlichen Stadtteil Didsbury geklappt. Partnerschulen in Großbritannien zu finden ist inzwischen ein Problem. „Deutsch wird immer weniger als Fremdsprache gewählt. Darum bieten es kaum noch Schulen als Unterrichtsfach an“, erklärt Benjamin Rothkehl. Er ist Fachleiter für Englisch an der Ratsschule und hatte während seines Studiums ein Jahr lang in Manchester als „Assistant Teacher“ unterrichtet.

Das Areal der „Parrs Wood High School“ ist, wie in Großbritannien meist üblich, eingezäunt. Eltern, die ihren Kindern das Pausenbrot hinterher schleppen, dürfen nicht einfach das Gelände betreten. Im Besucherzentrum, dem „Visitor Center“, muss sich jeder Gast anmelden. Auch die Ratsschüler erhielten für die Teilnahme am Unterricht einen Gästeausweis der sichtbar angesteckt wurde. Nicht nur dadurch fielen die Meller auf. Die Partnerschüler trugen allesamt eine Schuluniform. „Die sieht gar nicht so spießig aus wie in unseren Englischbüchern“, staunten einige, „eine Krawatte wäre im Schulalltag auch recht unbequem“.

Dass es in England für gewisse Personenkreise dennoch eine Krawattenpflicht gibt, haben die Ratsschüler bei der Besichtigung der legendären Fußballarena „Old Trafford“ erfahren. In britischen Stadien herrscht für offizielle Vereinsvertreter Krawattenzwang. „Tie required“ nannte das der Touristenführer und die Meller hatten wieder eine neue Vokabel gelernt.

In den Katakomben von Manchester United durften sie natürlich die Umkleidekabinen besichtigen und später den Rasen betreten. Das alles gefiel nicht nur den Jungs. „Es war toll auf der Trainerbank zu sitzen, denn ich spiele selbst in der Mädchenmannschaft von Viktoria Gesmold“, sagt Lena Asplan (9c), „für mich hat die Reise aber besonders etwas für die Sprache gebracht“.

Schüler der Jahrgänge 8 bis 10 durften sich für den Austausch bewerben. „Es war schön zu beobachten, wie fürsorglich unsere Schüler aus dem Abschlussjahrgang mit den jüngeren umgegangen sind“, freuen sich die Lehrerinnen Karin von Pentz und Christine Pots.

Die Partnerschaft mit Manchester will Schulleiter Ludger Jansen „unbedingt pflegen und aufrecht halten“. Er sieht den Austausch als „erstes Erprobungsfeld“ für die Fremdsprache. „Unsere Ratsschüler konnten in England umsetzen, was sie gelernt haben. Genau das motiviert für den Unterricht“.

 

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