„Schräge Marken“ begeistern

Nach dem Erfolg des Mailartprojektes „City of the future“ im vergangenen Jahr nimmt die Ratsschule dieses jetzt am neuen Mailartprojekt „Mailart goes to school“ teil. Es findet in Kooperation mit mehreren Schulen aus der Region Ostwestfalen-Lippe statt. Lehrerin und Projektleiterin Marietta Vortkamp berichtet.

Das Thema des diesjährigen Mailartprojekts der Ratsschule Melle heißt "Schräge Marken". Tatsächlich besteht die Einladung, die der WPK-Kunst des 7. Jahrgangs in die ganze Welt geschickt hat, aus einer schrägen Marke. Unter der künstlerischen Leitung des Weltkunstpostboten (siehe Guinness-Buch der Rekorde) und Mailartisten Peter Küstermann vom Kulturzentrum „BÜZ“ in Minden wurde die Einladung entworfen und Künstler aus der ganzen Welt sendeten die gestalteten Formatvorlagen zurück. Der Titel bezieht aber auch die übertragenen Sinn „schrägen Marken“ ein. Beides wird in den künstlerischen Beiträgen sichtbar. Die Schüler selbst haben die Einladungen mit schrägen Gesichtern gestaltet.

Gut über 130 gestaltete Rücksendungen mit der künstlerischen Gestaltung zum Thema sind eingetroffen. Diese mussten katalogisiert werden und sollen zu einer Ausstellung zusammengestellt werden, die am 1. Juni in der Kreissparkasse Melle gezeigt wird . Präsentiert werden sollen die künstlerischen Beiträge aus aller Welt und wieder eine eigene Briefmarke der Ratsschule, die im eigenen Kunstpostamt vom 3. bis 12. Juni verkauft wird. Auch die philateliebegeisterten „Briefmarkenfreunde Grönegau“ werden mit dabei sein.

Woher kommen eigentlich die Beiträge?

Um diese Frage zu ergründen, mussten die Schüler herausfinden, wo die Beiträge abgeschickt wurden und dafür einen farbigen Punkt auf eine große Weltkarte kleben. Die meisten Punkte fanden sich in Deutschland, Italien, Spanien, Niederlande, Belgien, Frankreich, aber auch in Brasilien, Chile und auch Australien. Die USA und Kanada waren im Mittelfeld vertreten.

Interkulturell wurde die Mailart, als ein türkischer Schüler eine Mailarteinladung in die Türkei schickte. Jede Woche wird sehnsüchtig auf eine Antwort gewartet. Leider kam bis heute noch kein Beitrag zurück.

Danke“ an die Sponsoren

Ohne die finanzielle Beteiligung und die Vorfinanzierung vom Förderkreis der Ratsschule für den Druck der echten Briefmarken wäre dieses Projekt nicht denkbar.

Schon am 17. März wird mit den anderen kooperierenden Schulen aus Bielefeld und Moskau an dem übergreifenden Projekt „Mailart goes to school“ die Präsentation im Kulturzentrum BÜZ stattfinden. Die Ratsschule wird mit ihrem POE-TREE auf der Bühne präsent sein.