Viel Lob an Haustüren von älteren Bürgern

Auch Jahrzehnte nach dem Ende der beiden Weltkriege pflegt der Volksbund die Gräber von Millionen Soldaten. Traditionell kümmert sich im Grönegau die Ratsschule um die Haus- und Straßensammlung. „Danke, dass Ihr auch bei Schmuddelwetter für die Kriegsgräberfürsorge von Haustür zu Haustür geht“, freut sich Konrektor Johannes Kollwitz über den Einsatz der Ratsschüler.

 

In diesem Jahr sind Schüler der Klassen R9a und R9b aus dem Realschulzweig dran. „Die Lehrer haben uns im Geschichtsunterricht die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge vorgestellt“, sagt Daniel Reimche. Der Volksbund pflege seit Jahrzehnten die Gräber deutscher Gefallener in ganz Europa und lege weiterhin neue Friedhöfe an. Insgesamt ruhen 2,6 Millionen deutscher Kriegstoter aus beiden Weltkriegen in „fremder Erde“.

„Manche Meller knallen uns die Tür vor der Nase zu, wenn sie die Spendendose sehen“, berichtet Daniel. Er ist schon seit ein paar Tagen unterwegs und hatte an der Seite eines Mitschülers aber auch viele Erfolgserlebnisse beim Sammeln. Gerade ältere Bürger seien dankbar für den Einsatz der Ratsschüler. Noch bis zum 15. Dezember wird im Grönegau gesammelt.

Konrektor Johannes Kollwitz bedankte sich vorab für das Engagement bei seinen Schülern. „Unser Erinnerungsprojekt im Fachbereich Geschichte setzen wir intensiv fort. In Kooperation mit dem Meller Gymnasium haben wir den Zeitzeugen Thomas Raufeisen eingeladen. Er berichtet am 15. Januar im Städtischen Festsaal über sein Schicksal als Opfer der DDR-Staatssicherheit.“