Zwei Ratsschüler in Brüssel

In der Europapolitik geht es oft um „Verordnungen“, „Richtlinien“ und Empfehlungen“. Das alles wirkt in den Fernsehnachrichten recht trocken. Kann Europapolitik dennoch interessant sein? Diese Frage haben sich Gregor Bockrath und Ino Warner (beide R10a) gestellt. Sie nahmen an einer Fahrt für Schülerjournalisten zum Abgeordneten Jens Gieseke (CDU) nach Brüssel teil.

 

Schon die Teilnahme war für uns ein Erfolg. Nur 18 Schüler aus Niedersachsen konnten in der europäischen Hauptstadt dabei sein. Die Landtagsabgeordnete und Meller Ortsbürgermeisterin Gerda Hövel (CDU) hatte uns die Fahrt vermittelt.

Sechs Stunden dauerte die Reise nach Brüssel. Johannes Lis hat uns empfangen. Er ist in Brüssel der Büroleiter von Jens Gieseke und erläuterte uns Tagesablauf und Aufgabengebiet des Abgeordneten. Für Gieseke ist es die erste Legislaturperiode im Europaparlament und er setzt sich als ständiges Mitglied im für „Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit“ ein. Außerdem ist Gieseke Stellvertreter in zwei weiteren Ausschüssen. Brüssel kennt Gieseke nur zu gut. Er war lange Leiter des Verbindungsbüros des Flughafenverbandes ADV in Brüssel.

 

Das Europaparlament

Die Ankunft war auch deshalb spannend, weil Lis sofort den Ablaufplan für die zweitägige Informationsreise verteilte. Zunächst besuchten wir das Europaparlament. Die Architektur hat uns beeindruckt. Direkt am Eingangsbereich schwebte über uns ein Rundweg, auf dem die wichtigsten Personen und Ereignisse aus Europas Geschichte grafisch dargestellt sind.

Im „Parlamentarium“ wird die sehr ausführlich das Ausmaß der EU-Politik und deren Einfluss auf unser Leben gezeigt. Das bot viel Neues für uns, einiges kannten wir bereits aus dem Politikunterricht der 9. Klasse. Das ist ja noch gar nicht so lange her für uns.

Im Anschluss besichtigten wir die Niedersächsische Botschaft – ja, so etwas gibt es auch in Brüssel. Dann ging es zurück zum Europaparlament. Wir erhielten Namensschilder und mussten durch eine Sicherheitskontrolle, ähnlich der am Flughafen. Lis nannte das Europaparlament „eine Kleinstadt“. Im Gebäude sind mehrere Geschäfte, ein Friseur und sogar Fitnessräume eingerichtet worden. Insgesamt arbeiten dort 3000 Menschen. Uns Meller Schüler überraschte die Dimension.

 

Im Gespräch mit Jens Gieseke

Nach der Führung trafen wir Schülerjournalisten den Pressesprecher der CDU/CSU-Gruppe, Thomas Bieke. Wir Meller fragten „Wovon hängt es ab, ob Sie ein Medium überzeugen?“ oder „Welches Medium eignet sich am besten für die Themen Giesekes?“.

Dann trafen wir Jens Gieseke, der sich 40 Minuten Zeit nahm plus Foto-Session. So ein Erinnerungsfoto mit dem Europa-Abgeordneten zeugt zwar nicht von journalistischer Distanz, ist aber ein schönes Erinnerungsstück. Zuletzt besichtigten wir noch den Sitzungssaal, zweifellos ein Höhepunkt der Reise. Wir erhielten dort noch Informationen zu Abläufen der Sitzungen und zur Geschäftsordnung.

Nach diesen erfolgreichen Stunden wurde es Zeit, im Hotel einzuchecken. Und wir hatten Hunger. In einem, wie wir finden, guten Restaurant, traf unsere Gruppe erneut auf Gieseke. Wir kamen gemeinsam ins plaudern und hatten viel Spaß.

 

Wie Politik gemacht wird

Die Nacht war kurz aber erholsam. Im „Planetarium“ nahmen wir an einem Rollenspiel teil. Das Ziel war es, die Aufgaben der Abgeordneten und des Parlaments zu erleben und fiktive Gesetzesentwürfe an die Interessen der jeweiligen Fraktion anzupassen. Dabei kann auch ein Kompromiss gefunden werden. So eben, wie Politik wirklich gemacht wird. 

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