„2017 soll alles fertig sein...“

 

Als wir Ratsschüler in den Sommerferien die Beine hochlegen konnten, arbeiteten im Gebäude am Wallgarten dutzende Handwerker. Das Ziel: Wir sollten in einer ganz neuen Lernatmosphäre ins Schuljahr starten. Die Ratsschule hat sich räumlich verändert, doch noch ist nicht alles fertig. Laut Architekt Kai Schnitker soll die Arbeit im Jahr 2017 beendet sein - wenn die Politik mitspielt... Unsere Reporterin Julia Strötzel (9a) hat mit Schnitker gesprochen.

 

Läuft beim Umbau alles nach Plan oder mussten sie spontan ändern?

Einiges mussten wir tatsächlich ändern. Wir haben während der Bauphase festgestellt, dass manche Decken nicht den Ansprüchen genügen. Darum hat im Flur und der Halle alles viel länger gedauert.

Wir konnten erst nach der Schadstoffsanierung genauer die vorhandene Decke untersuchen, hierbei wurde festgestellt, das nicht überall einen Betondecke vorhanden ist, sondern sich im Großteil der Halle und den Fluren eine Holzdecke befunden hat. Da die Holzdecke keine Brandschutzqualität hat, musste hier die Decke ertüchtigt werden (in F-90 Qualität). Und das dauert natürlich. Dann haben wir noch schadhafte Stellen in anderen Bereichen ausfindig gemacht und entfernt. Dadurch sind aber auch die Kosten höher als geplant.

 

Was haben Sie denn alles umgebaut?

Es wurde hauptsächlich der Schultausch organisiert, also dass Ihr vom Schürenkamp an den Wallgarten gezogen seid. Deshalb wurde hier auch die Essensausgabe neu eingerichtet. Außerdem wurden im Aulabereich und in einigen Klassenräumen Akustikdecken eingezogen, die den Schall dämmen. Mit Schadstoffen belastete Decken und Böden haben wir saniert. Für die weiteren Maßnahmen steht noch einiges an. Das ist auch schon in der Baugenehmigung niedergeschrieben.

 

Wo müssen Sie denn noch arbeiten?

Alle weiteren Klassen sollen noch Akustikdecken und eine neue Beleuchtung erhalten. Außerdem müssen im Lehrer- und Verwaltungstrakt noch die Decken brandschutztechnisch ertüchtigt werden. Bis 2017 soll, vorbehaltlich der politischen Entscheidungen, die Maßnahmen zu Ende gebracht werden. Priorität haben die Sanierungen der Klassenräume und die Ertüchtigung des Brandschutzes.

 

Hatten sie zeitlichen Druck beim Umbau?

Ja, die Schulferien dauern sechs Wochen.

 

War es schwer, den Umbauplan zu entwickeln?

Wir haben den Auftrag relativ spät bekommen. Euer Umzug wurde ja erst im Frühjahr von den Politikern beschlossen, nachdem ihr sozusagen mit den Eltern auf die Barrikaden gegangen seid. Für eine Bauplanung ist das recht kurzfristig. Wir saßen mit vier bis fünf Leuten im Büro, um das hinzubekommen. Soweit ich sehe, sind nun alle Seiten zufrieden.

 

Ändern Sie noch das äußere Erscheinungsbild des Schulgebäudes?

Das weiß ich noch nicht. Die Gebäudestruktur bleibt erhalten. Ob sich bei der Fassade etwas tut ist noch nicht klar. Vielleicht wird es einen neuen Anstrich geben. Gestalterisch sind sicher Verbesserungen möglich. Es ist da aber noch nichts beschlossen.

 

Dürfen wir Ratsschüler bei der Gestaltung mitbestimmen?

Grundsätzlich finde ich es nicht schlecht, wenn sich Schüler bei der Farbgestaltung einbringen, da Ihr die Nutzer dieses Gebäudes seid. Da wäre es gut nachzufragen. Ihr könntet mit Herrn Johannes Kollwitz sprechen, der für den gestalterischen Bereich zuständig ist. Oder macht doch eine Arbeitsgemeinschaften zu dem Thema „Wie gestalte ich meine Schule“. In die könnte jeder Ideen einbringen. Also aus meiner Sicht spricht da überhaupt nichts dagegen.

 

Die Wände in der Aula sehen nun wirklich nicht ansprechend aus. Was passiert da?

Die Aula bekommt einen neuen Anstrich. Außerdem wird euer Hausmeister Jörg Ardland gewisse Sachen machen. Aber das passiert erst nach und nach.

 

Wie lange werden die Umbauarbeiten noch dauern?

Voraussichtlich soll alles bis 2017 fertig sein, vorbehaltlich der politischen Entscheidung.

 

Herr Schnitker, vielen Dank für das Gespräch.

 

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