Lehrerfortbildung: „Dem Staat etwas zurückgeben.“

Nur auf den ersten Blick wirkte die Lehrerfortbildung wie Reformationstourismus. An dem Wochenende in Erfurt absolvierten 14 Lehrer etliche Programmpunkte der Fächer Mathematik, Geographie, Politik, Geschichte, Religion, Biologie und Chemie. Das straffe Programm in Thüringen hatten die Lehrer Katja Borgstedt und Jürgen Höcker zusammengestellt.

Für die Verspätung des Zuges konnten die beiden nichts. Der Zeitverlust von einer Stunde war kaum spürbar, weil die Organisatoren in ihrer Planung ein üppiges Verkostungsangebot für die Bahnfahrt vorbereitet hatten. Doch Kulinarik war nicht der Schwerpunkt der Reise. „Unsere Schüler sollen im Unterricht von alledem profitieren“, hieß es aus der Runde ganz ohne Pathos.

Spaß hatten die Pädagogen auch. Besonders als sich Nicht-Mathematiklehrer in der ehemaligen Rechenschule von Adam Ries(e) an einigen Aufgaben versuchten. Gerne hätten die Meller noch mehr Zeit an der Synagoge verbracht, doch die Zeit drängte.

Den Aufstieg zur Petersberger Zitadelle als Fortbildung des Fachbereichs Sport auszuweisen wäre sicher an den Haaren herbeigezogen. Die Strapazen des steilen Marsches lohnten sich aber wegen der herrlichen Sicht über die Region. Der Blick war frei bis zum Glockenturm des früheren KZ Buchenwald. Höhepunkt des Fortbildungswochenendes war wohl der gemeinsame Besuch der Messe im Erfurter Dom am frühen Sonntagmorgen.

Die zwei Fortbildungstage haben alle Teilnehmer aus der eigenen Tasche finanziert. „Gerade als Beamte möchten wir dem Staat auch etwas zurückgeben“, sagten die loyalen Landesdiener einmütig. Ganz besonders gelte das natürlich für die vielen "Knöllchen", die die Lehrer für das Parken vor dem Ratsschulgebäude an die Stadt Melle bezahlen müssen.

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